Der III. Weg in Limburgerhof/Mundenheim

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Am 23.05.2015 demonstrierte die Nazi-Partei „Der III. Weg“ unter dem Motto „Patriotischer Widerstand lässt sich nicht kriminalisieren! Wir bleiben dabei: Asylflut stoppen – Deutschlands Zukunft schützen“ in Limburgerhof (Rhein-Pfalz-Kreis) und anschließend im Ludwigshafener Stadtteil Mundenheim. Es nahmen ca. 30 Nazis teil. Die Veranstaltung wurde von Gegenprotesten begleitet.

Anlass der Demonstrationen waren im Bau befindliche neue Unterkünfte für Asylbewerber*innen. In Limburgerhof wurde gut zwei Wochen davor die noch nicht fertig gestellte neue Unterkunft von Unbekannten angezündet. Der Verdacht fiel schnell auf AnhängerInnen des „III. Wegs“, da diese in den Monaten davor Stimmung gegen die Unterbringung von Flüchtlingen in Limburgerhof gemacht hatten. In Mundenheim ist die Stimmung ebenfalls aufgeheizt. Die Stadt plant eine neue Asylunterkunft in einem sozialen Brennpunkt, wo bislang Obdachlose untergebracht waren. Die NPD und der „III. Weg“ machten in den letzten Wochen dort ebenfalls Stimmung gegen Flüchtlinge.

Zur „Doppeldemonstration“ des „III. Weg“ am 23.05. kamen statt der angemeldeten 75 nur ca. 30 Nazis, darunter keine Funktionäre der NPD. Versammlungsleiter war Mario Matthes. Partei-Chef Klaus Armstroff war ebenfalls anwesend. Der Zug wurde von einem PKW begleitet, der als Lautsprecherwagen diente. Jan Jaeschke, NPD Kreivorsitzender Rhein-Neckar hielt sich mit weiteren Personen in einem Café abseits der Veranstaltung des „III. Weg“ auf und berichtete später auf seiner Facebook-Seite, dass er von Gegendemonstrant*innen angegriffen worden sei, die ihm sein Handy abgenommen hätten.

An einer Kundgebung des Bündnis für Toleranz und Vielfalt Limburgerhof-Mutterstadt nahmen ca. 150 Personen teil. In der Nähe des Bahnhofs und am Burgunderplatz demonstieren Antifaschist*innen lautstark und direkt am Aufzug der Nazis. In Mundenheim kamen gut 100 Gegendemonstrant*innen zusammen. Die Nazis mussten den Weg nach Ludwigshafen mit einem Linienbus zurück legen. Im Verlauf der Demo durch das Mundenheimer Wohngebiet gab es ebenfalls an vielen Orten lautstarken Protest in direkter Nähe der rechten Demonstration.

Die Polizei vermeldete 4 Platzverweise, die gegenüber Antifaschist*innen wegen Störung der Nazi-Veranstaltung ausgesprochen wurden. Dem Ermittlungsausschuss wurden keinen Festnahmen gemeldet.

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